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Von Tisch zu Tisch
Inzwischen gibt es in der Gegend rund um den Kollwitzplatz eine ganze Reihe
netter Lokale und auch Feinschmecker mit Sinn für Exotik sind dort gut aufgehoben. Das Maothai in der Wörther Straße ist ausgesprochen geschmackvoll eingerichtet mit fernöstlichen Reliefs auf weißen Wänden, Antiquitäten aus Burma und Japan, sowie Möbeln die im Süden Thailands aus Holzresten der Produktion von Chinainterieur erbaut wurden.
Hinter großen Fenstern sitzen die Gäste über zwei Etagen verteilt. Wo sich
früher ein Kohlenkeller und eine Postausgabestelle befanden, ist nach erheblichem Bauaufwand ein echtes Nach-Wende-Restaurant entstanden. Hier soll
wirklich einmal Ost-Berlin gewesen sein? Die sogenannte Soljanka-City, Paradies aller sächselnden Broilervertilger? Zugereisten muss man das wohl erst erklären.
Die Köche kommen aus dem Nordosten Thailands und sie machen nicht unnötig
viele Zugeständnisse an den westlichen Gaumen. Obwohl die Karte insgesamt 663
Eintragungen hat, davon 205 Speisen, wird versichert, daß alles frisch zubereitet wird: sogar die Suppen, das wird extra betont.
Tatsächlich war die Glasnudelsuppe mit Morcheln und Hackfleisch, verschiedenen Thai-Gewürzen und getrockneten Lily-Blüten sehr farbenreich im Geschmack…
(DER TAGESSPIEGEL)
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