Gaumenfreuden aus der Thaiküche
Mit vorgeblich authentischer Kochkunst ist das ja bekanntlich so eine Sache. Schließlich wird dieser Tage so ziemlich alles als Original Hausmacher Art vermarktet, was nicht gerade aus Kühlregal oder Konservendose kommt - handle es sich nun um Omas Ochsenschwanzsuppe, Muttis Moules Frites oder Vatis Pfeffertopf: Dass dagegen das Maothai, genauer: das 1993 eröffnete Stammhaus in Prenzlauer Berg, stadtweit für sein siamesisches Flair gerühmt wird, hat dagegen durchaus seine Berechtigung. Das liegt weniger an den folkloristisch anmutenden Wanddekorationen (made in Burma und Japan} als vielmehr an dem raffinierten Speiseangebot, das schon anerkannten Gourmets wie dem Mimen Gene Hackman und "E.T.A. Hoffmann"Chefkoch Tim Raue eloquente Elogen entlockte. Insonderheit die Frische aller Zutaten ist dort Garant für die gleichbleibend hohe Qualität der Küche.

Dass im Maothai der Gaumen auch ein Augenschmaus ist, liegt nicht zuletzt an der optischen Opulenz der Speisen and der unaufdringlichen Aufmerksamkeit des bestens geschulten Personals.

(Berliner Morgenpost)

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